Unterirdische Stimmung war grandios!

Vergangene Woche war die Stimmung unterirdisch. Nicht etwa weil es schlechte Neuigkeiten gab. Grund dafür war der Teambuildung-Ausflug unserer Filialleiter in das Erlebnisbergwerk Merkers unweit von Eisenach im thüringischen Wartburgkreis.
 
Mit den Worten „Unter Tage gilt das ‚Du‘, da muss man sich vertrauen“ rauschte der Förderkorb mit bis zu neun Metern pro Sekunde und 22 Leuten an Bord in etwa eineinhalb Minuten zunächst auf 500 Meter Teufe, wo der Umstieg in eines der Ausflugsfahrzeuge erfolgte. Bei wenig Platz galt es auf der Ladefläche zusammen zu rutschen und sich bei reichlich Tempo und 20 Kilometer Kurvenfahrt aneinander festzuhalten. Die Geschwindigkeit war jedoch nur eine Illusion – der sogenannte „Tunneleffekt“ gaukle dem Verstand vor, die maximal 30 Kilometer pro Stunde, die die Fahrzeuge erreichen können, seien rasend schnell, so der Ausflugsleiter.
 
In dem weit verzweigten Grubennetz waren zahlreiche Attraktionen zu bestaunen. Im unterirdischen Museum wurde beispielsweise die Geschichte des Bergbaus an Bildern und Gerät erklärt. Auch der größte Konzertsaal unter Tage weltweit mit einzigartiger Akustik, die der Geschäftsführung und den Filialleitern inklusive Nebelmaschinen und Lasershow eindrucksvoll demonstriert wurde, befindet sich dort.
 
Besondere Höhepunkte der Reise bildeten die Besichtigung des „Goldraums“ und die Salzkristallgrotte. In einer Art Tresor versteckten die Nationalsozialisten im März 1945 Edelmetallreserven, Devisen und Kunstgegenstände in dem Bergwerk vor dem drohenden Einmarsch der Alliierten. Trotzdem fanden amerikanische Soldaten den „Schatz“ mit Hilfe von Zwangsarbeitern nur einen Monat später. Ein anderer „Schatz“ wurde erst 1980 entdeckt. Am tiefsten Punkt der Reise, auf 800 Metern Teufe, befindet sich eine Salzkristallgrotte. 25 Prozent Luftfeuchtigkeit haben dort kubusförmige Steinsalzkristalle mit Seitenlängen von bis zu einem Meter entstehen lassen. Außerdem sei es das tiefste Standesamt der Welt, da dort bereits Hochzeiten stattgefunden hätten, so der Ausflugsleiter.
 
Wegen der insgesamt geringen Luftfeuchtigkeit durften alle Teilnehmer ihre Kehlen noch bei einem kühlen Getränk an der „Kristallbar“ anfeuchten und sich besser kennenlernen, ehe man sich auf die acht Kilometer lange Rückfahrt zum Grubenschacht machte. Mit einem kräftigen „Glück auf“ wurden die Filialleiter und die Geschäftsführung nach zwei Stunden mit vielen neuen Eindrücken und tiefem Respekt für die Arbeit der Thüringer Kumpels wieder ins wärmende Tageslicht entlassen.
 

Unsere tiefgründigen Eindrücke finden Sie hinter dem Bild.


Unsere DIEpA-Filialleiter in 800 m Teufe.

 

Philipp Schöner, den 01.08.2016

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