KI & Digitalisierung: Zwischen Fortschritt und Verunsicherung
Die Arbeitswelt steht vor einem tiefgreifenden Wandel – angetrieben von Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und digitalen Technologien. Kaum ein Bereich bleibt davon unberührt: Vom Maschinenbau über die Verwaltung bis hin zur Pflege verändern sich Prozesse, Anforderungen und Berufsbilder rasant.
Die repräsentative Studie von DIEPA in Kooperation mit YouGov (Frühjahr 2025) zeigt: Während viele Menschen die Chancen dieser Entwicklung erkennen, ist die Verunsicherung spürbar – insbesondere bei den Jüngeren.
Der große Umbruch: Mehr als nur ein technologischer Trend
Fast 70 % der Befragten stimmen zu, dass in den kommenden zehn Jahren viele traditionelle Berufe durch KI und Automatisierung ersetzt werden könnten. Besonders auffällig: Diese Einschätzung zieht sich durch alle Geschlechter und Altersgruppen – von Facharbeit bis Bürojob.
Dabei zeigt sich: Die Digitalisierung ist kein Zukunftsthema mehr, sondern ein spürbarer Faktor im Hier und Jetzt. Und sie betrifft nicht nur technische Berufe – sondern nahezu alle Branchen und Hierarchieebenen.
Zwischen Offenheit und Sorge – vor allem bei den Jüngeren
Die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen blickt besonders sensibel auf den Wandel: 50 % dieser jungen Menschen sehen ihre berufliche Zukunft direkt durch Digitalisierung beeinflusst.
Bemerkenswert ist dabei der doppelte Effekt: Einerseits zeigt sich eine grundsätzliche Offenheit für neue Technologien und digitale Lernformen. Andererseits nehmen viele auch Unsicherheit wahr – etwa bei der Frage, ob der eigene Beruf langfristig Bestand hat oder welche Fähigkeiten künftig gefragt sein werden.
Persönliche Betroffenheit? Noch gering – aber wachsend
Trotz der allgemein geteilten Einschätzung zu den Risiken von KI und Automatisierung geben derzeit nur 31 % der Befragten an, dass sich der technologische Wandel bereits konkret auf ihren eigenen Arbeitsplatz auswirkt. Zwei Drittel spüren bislang keine unmittelbaren Folgen.
Das zeigt: Viele Menschen sehen die Veränderung – fühlen sich persönlich aber (noch) nicht betroffen. Diese Diskrepanz bietet sowohl eine Chance für gezielte Weiterbildung, als auch die Gefahr, den Wandel zu unterschätzen.
Was Unternehmen jetzt tun müssen
Damit Unsicherheit nicht in Widerstand umschlägt, braucht es aktive Strategien – nicht nur technisch, sondern auch kulturell:
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Transparente Kommunikation über Veränderungen und ihre Gründe
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Frühzeitige Qualifizierung und Weiterbildung im Bereich Digitalisierung und KI
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Einbindung der Mitarbeitenden in technologische Entscheidungsprozesse
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Förderung digitaler Kompetenzen als Teil der Unternehmenskultur
Zukunft gestalten statt abwarten
Die Digitalisierung ist kein bedrohliches Zukunftsszenario – sondern eine Gestaltungsaufgabe für Gegenwart und Zukunft. Wer heute in digitale Kompetenz, transparente Führung und lebenslanges Lernen investiert, legt den Grundstein für Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit – und Sicherheit.
Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich: Die Menschen sind bereit für den Wandel – wenn sie mitgenommen werden.
Sie möchten tiefer ins Thema einsteigen? Die komplette Studie können Sie jetzt einsehen und als PDF im Bereich Veröffentlichungen herunterladen:



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